Vergleich

Ausschreibungssoftware für Freiberufler und kleine Büros (2026)

Welche Ausschreibungssoftware passt zu Freiberuflern und kleinen Büros? Gratis-Tarife von Vergabepilot, procuris, tendigo und wann TenderRender sich lohnt.

TenderRenderKI für Ausschreibungen

Kurz gefasst

Als Freiberufler oder kleines Büro brauchen Sie meist keine teure Software: Wenige Ausschreibungen im Jahr lassen sich mit den kostenlosen amtlichen Portalen und einem Gratis-Tarif einer Suchsoftware gut bearbeiten. Laut ihren Websites haben Vergabepilot (Basis-Tarif 0 Euro), procuris (kostenlose Stufe für Einzelpersonen) und tendigo (dauerhaft kostenloser Tarif) einen Einstieg ohne Budget. Wer mehrmals im Jahr bietet und Konzepte schreiben muss, findet in TenderRender, Tender Republic oder Leto mehr Unterstützung. Ehrlich gesagt: TenderRender ist unter etwa fünf Ausschreibungen pro Jahr nicht die richtige Wahl.

Dieser Vergleich wurde von TenderRender veröffentlicht; wir stellen selbst eines der besprochenen Werkzeuge her. Er stützt sich auf öffentlich verfügbare Informationen auf den Websites der Anbieter, geprüft am 15. Oktober 2026. Er ist kein unabhängiger Test und keine vollständige Marktübersicht.

Was kleine Büros anders brauchen

Weniger Volumen, weniger Budget. Ob sich Software rechnet, hängt von der Zahl der Angebote ab. Rechnen Sie, wie viele Stunden Sie im Jahr mit Suche, Lesen und Formularen verbringen. Grundlagen zu Preisen finden Sie in Was kostet Ausschreibungssoftware?.

Freiberufliche Leistungen gehen in den Wettbewerb. Unterhalb der EU-Schwellenwerte regelt § 50 UVgO freiberufliche Leistungen; sie sind laut Kommentierung grundsätzlich im Wettbewerb zu vergeben, § 50 ist keine Freihandvergabeerlaubnis. Oberhalb gilt für Planer der Abschnitt 6 der VgV; dort verlangt § 75 Abs. 4 VgV, bei den Eignungskriterien die besonderen Umstände kleinerer Büroorganisationen und Berufsanfänger zu berücksichtigen.

Direktaufträge sind eine Chance. Seit dem 1. Juli 2026 kann der Bund Leistungen bis 50.000 Euro netto als Direktauftrag vergeben (§ 55 Abs. 2 BHO). Für Länder und Kommunen gelten eigene Grenzen. Solche Aufträge stehen in keiner Ausschreibungssuche; hier zählt, dass Auftraggeber Sie kennen.

Nachweise sind der Engpass. Referenzen, Versicherungen und Erklärungen kosten bei jedem Angebot Zeit, siehe Eignungsnachweise verwalten.

Worauf Sie achten sollten

  1. Kostenloser Einstieg ohne Kreditkarte.
  2. Monatlich kündbar. Kein Jahresvertrag bei unklarem Volumen.
  3. Nur ein Nutzer nötig. Teamfunktionen brauchen Sie nicht zu bezahlen.
  4. Filter nach Region und Leistung. Sonst wühlen Sie sich durch irrelevante Treffer.
  5. Hilfe bei den Unterlagen. Zusammenfassung oder Chat mit Fundstelle spart die meiste Zeit.

Die Werkzeuge im Überblick

1. TenderRender: für Büros mit regelmäßigem Bietvolumen

TenderRender durchsucht öffentlicheVergabe, gleicht Ausschreibungen mit Ihrer Beschreibung in normaler Sprache ab, schickt passende Treffer täglich per E-Mail und zeigt Verträge, die in 6, 12 oder 24 Monaten auslaufen. Es analysiert Unterlagen mit Fundstelle. Es schreibt erste Fassungen aus Ihren früheren Angeboten, füllt Formulare aus der Bibliothek und prüft Texte pro Zuschlagskriterium. Preise gibt es auf Anfrage, mit 30 Tagen Geld-zurück-Garantie.

Am besten für: Büros, die mindestens etwa fünf Ausschreibungen im Jahr bearbeiten und Konzepte schreiben.

Zu beachten: Unter etwa fünf Ausschreibungen im Jahr oder wenn Sie nur über den Preis konkurrieren, ist TenderRender nicht die richtige Wahl. Es gibt keinen Gratis-Tarif.

2. Vergabepilot: Suche mit Basis-Tarif

Vergabepilot nennt einen Basis-Tarif für 0 Euro ohne Kreditkarte, mit KI-Auftragssuche, wöchentlichen Ergebnissen per E-Mail und Analyse mit KI-Checklisten. Täglich passende Ergebnisse gehören laut Preisseite zum Professional-Tarif.

Am besten für: Einzelkämpfer, die zunächst nur beobachten wollen.

3. procuris: kostenlose Stufe für Einzelpersonen

procuris hat laut Anbieter eine kostenlose Stufe für Einzelpersonen und den Einstieg. Die Suche umfasst 90+ Portale und TED, dazu kommen Zusammenfassung, Anforderungsextraktion und Fragen an die Unterlagen mit Fundstelle.

Am besten für: Freiberufler, die Anforderungen und Fristen sauber im Blick behalten wollen.

4. tendigo: dauerhaft kostenloser Tarif

tendigo bündelt laut Anbieter über 800 deutsche Vergabequellen, gleicht die Eignung mit Ihrem Profil ab und nennt einen dauerhaft nutzbaren kostenlosen Tarif sowie einen Monat Testzeit für die Bezahltarife.

Am besten für: kleine Büros, die erst testen und dann entscheiden.

5. Tender Republic, Leto und Tender Zen: für Büros mit Anspruch

Tender Republic prüft K.-o.-Kriterien und hat einen Unterlagen-Chat. Leto richtet sich unter anderem an Planungsbüros und bietet eine kostenlose Demo. Tender Zen richtet sich an Bau- und Ingenieurbüros und lässt sich kostenlos testen.

Am besten für: Büros, die für Teilnahmeanträge und Formblätter Zeit sparen wollen.

6. Vergabefix: Einstiegspreis

Vergabefix bietet semantische Suche und Suchagenten; der erste Monat ist laut Anbieter kostenlos, danach nennt die Seite einen Einführungspreis von 129 Euro im Monat, monatlich kündbar.

Am besten für: Büros, die eine bezahlte Suche mit klarem Preis möchten.

7. Amtliche Portale: kostenlos

oeffentlichevergabe.de bietet kostenlose Suche, service.bund.de die Ausschreibungen des Bundes, ausschreibungen-deutschland.de ein kostenloses Portal für Liefer-, Dienst- und Bauleistungen. Abgegeben wird immer über die Plattform des Auftraggebers.

Am besten für: wenige Ausschreibungen im Jahr und feste Auftraggeber.

8. ChatGPT und Co.

Für eine einzelne Ausschreibung kann ein allgemeiner KI-Assistent die Unterlagen zusammenfassen. Fundstellen müssen Sie selbst prüfen, siehe ChatGPT für Ausschreibungen nutzen?.

Am besten für: gelegentliche Ausschreibungen.

Vergleich auf einen Blick

WerkzeugEinstieg laut AnbieterFür wen
TenderRenderPreis auf Anfrage, 30 Tage Geld-zurückab etwa 5 Ausschreibungen im Jahr
VergabepilotBasis-Tarif 0 €Beobachten
procurisKostenlose StufeAnforderungen und Fristen
tendigoDauerhaft kostenlosEignungsabgleich
LetoKostenlose DemoPlanungsbüros
Vergabefix1. Monat gratis, dann 129 €Bezahlte Suche
Amtliche PortaleKostenlosWenig Volumen

So wählen Sie

Wenn Sie …Wählen Sie
ein- bis dreimal im Jahr bietenamtliche Portale, eventuell ein Gratis-Tarif
zunächst nur beobachten wollenVergabepilot Basis, procuris oder tendigo
etwa fünf oder mehr Angebote im Jahr schreibenTenderRender, Tender Republic oder Leto
nur über den Preis konkurrierenSuche ohne Schreibwerkzeug

Häufige Fragen

Brauche ich als Freiberufler Ausschreibungssoftware?

Meist nicht, solange Sie nur wenige Ausschreibungen pro Jahr bearbeiten. Kostenlose Portale und ein Gratis-Tarif genügen oft. Software lohnt sich, wenn Lesen, Formulare und Konzepte regelmäßig viel Zeit kosten.

Ab wann lohnt sich TenderRender?

Nach unserer Einschätzung ab etwa fünf Ausschreibungen im Jahr mit eigenen Konzepten. Darunter ist der Aufwand für Einrichtung und Preis meist größer als der Nutzen.

Gibt es kostenlose Ausschreibungssoftware?

Laut ihren Websites haben Vergabepilot, procuris und tendigo kostenlose Stufen bzw. Tarife. Leistungsumfang und Grenzen prüfen Sie auf den jeweiligen Seiten.

Werden Freiberufler überhaupt beauftragt?

Ja. Freiberufliche Leistungen werden unterschwellig nach § 50 UVgO im Wettbewerb vergeben, Planungsleistungen oberschwellig nach der VgV. Die Eignungsanforderungen müssen kleine Büros angemessen berücksichtigen.

Ist dieser Vergleich unabhängig?

Nein. TenderRender hat ihn veröffentlicht und stellt eines der Werkzeuge her.

Quellen

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