Kurz gefasst
Was Software für die Angebotserstellung bei Ausschreibungen kostet, hängt weniger vom Listenpreis ab als von vier Faktoren: Lizenzmodell (pro Nutzer, pro Team oder pro Organisation), Umfang der Suche (Suchprofile, Regionen), Onboarding und den internen Stunden, die Ihr Team weiterhin selbst leistet. Einige Anbieter veröffentlichen ihre Preise, zum Beispiel Patterno ab 89 € und Vergabepilot ab 60 € pro Monat, jeweils bei jährlicher Zahlung; andere nennen Preise nur auf Anfrage, etwa Altura. TenderRender nennt den Preis ebenfalls auf Anfrage, bietet aber eine kostenlose Testwoche, Onboarding inklusive, monatliche Kündbarkeit und eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Vergleichen Sie deshalb nicht nur Lizenzen, sondern die Gesamtkosten pro Angebot.
Dieser Artikel wurde von TenderRender veröffentlicht. Der Vergleich ist qualitativ; Angaben zu anderen Anbietern wurden am 14. Oktober 2026 auf deren eigener Website geprüft. Preise können sich jederzeit ändern, maßgeblich ist die Preisseite des Anbieters.
Welche Kostenfaktoren bestimmen den Preis?
Wer Ausschreibungssoftware vergleicht, sieht zuerst den Monatspreis. Die tatsächlichen Kosten setzen sich aber aus mehreren Bausteinen zusammen:
1. Lizenz pro Nutzer oder pro Organisation. Manche Anbieter rechnen pro Nutzer ab, andere enthalten mehrere Plätze im Paket oder berechnen pro Arbeitsbereich. Für ein Team, in dem Geschäftsführung, Projektleitung und Vertrieb gelegentlich mitschreiben, macht das schnell einen Unterschied. Fragen Sie, ob gelegentliche Mitwirkende einen eigenen Platz brauchen.
2. Suchprofile, Regionen und Kontingente. Bei Suchwerkzeugen steigt der Preis oft mit der Zahl der Suchprofile, der abgedeckten Regionen oder mit Kontingenten für KI-Auswertungen. Wer mehrere Leistungsarten anbietet, braucht unter Umständen mehrere Profile.
3. Onboarding und Einführung. Die Spanne reicht von wenigen Stunden bis zu mehreren Wochen. Ein Einführungsprojekt kostet nicht nur Geld, sondern auch interne Zeit: Wer Workflows konfigurieren und Wissensdatenbanken anlegen muss, schreibt in dieser Zeit keine Angebote.
4. Interne Stunden. Der größte Posten ist fast immer die eigene Arbeitszeit. Unterlagen lesen, Bieterfragen formulieren, Konzepte schreiben, Formblätter ausfüllen und gegenlesen: Software lohnt sich in dem Maß, in dem sie diese Stunden senkt.
5. Vertragslaufzeit. Monatlich kündbar oder Jahresvertrag? Rabatte bei jährlicher Vorauszahlung sind üblich, binden Sie aber, bevor Sie wissen, ob das Werkzeug im Alltag genutzt wird.
Welche Anbieter veröffentlichen ihre Preise?
Wir haben am 14. Oktober 2026 die Preisseiten von fünf Anbietern geprüft, die in Deutschland häufig verglichen werden. Die Tabelle gibt nur wieder, was dort steht.
| Anbieter | Was die Website zum Preis zeigt (Stand 14.10.2026) | Hinweise laut Preisseite |
|---|---|---|
| DTAD | Keine Preise auf der Website gefunden | Unverbindlicher Testzugang mit persönlichem Onboarding, endet automatisch ohne Kosten |
| Patterno | Veröffentlicht Preise: Starter ab 89 €, Team ab 269 €, Scale ab 449 €, Enterprise ab 2.249 € pro Monat bei jährlicher Vorauszahlung (monatlich 99 €, 299 €, 499 €, 2.499 €) | Netto zzgl. MwSt.; weiterer Nutzer 29 €/Monat, weiteres Suchprofil 19 €/Monat |
| Vergabepilot | Veröffentlicht Preise: Basic 0 €, Professional 60 € (monatlich 72 €) pro Nutzer, Ultimate 125 € (monatlich 150 €) für alle Nutzer, Enterprise auf Anfrage | Ultimate für Teams bis 5 Personen; Basic ohne Kreditkarte |
| BidFix | Free-Plan kostenlos; für Suche Premium, Vollversion und Enterprise wird kein Preis genannt (Test bzw. Demo) | Onboarding-Pakete als Add-on |
| Altura | Preis auf Anfrage für alle drei Pakete | Jahresabonnement; Onboarding 4 bis 6, 6 bis 8 oder 12 Wochen je nach Paket |
| TenderRender | Preis auf Anfrage (über eine Demo) | Kostenlose Testwoche, Onboarding inklusive, monatlich kündbar, 30 Tage Geld-zurück-Garantie |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens sind veröffentlichte Preise meist Preise für Suche und Vorauswahl: Patterno, Vergabepilot und der Free-Plan von BidFix setzen den Schwerpunkt auf das Finden und Bewerten von Ausschreibungen. Zweitens nennen Anbieter, die stärker beim Schreiben und Steuern des Angebots ansetzen, ihre Preise eher auf Anfrage, weil Teamgröße und Umfang stark variieren.
Software, externer Angebotsschreiber oder eigene Stunden?
Die Lizenz ist nur eine Seite. Die Alternative zu Software ist selten "nichts", sondern entweder ein externer Angebotsschreiber oder Berater oder mehr eigene Stunden. Rechnen Sie alle drei Varianten für Ihr Unternehmen durch.
Ein fiktives Beispiel: Ein Facility-Services-Unternehmen mit 40 Beschäftigten gibt acht Angebote pro Jahr ab. Alle Zahlen sind Annahmen zur Veranschaulichung, keine Markt- oder Kundendaten.
| Variante (fiktive Annahmen) | Rechnung pro Jahr | Ergebnis pro Jahr |
|---|---|---|
| Nur eigene Stunden | 8 Angebote × 50 Stunden × 70 € interner Stundensatz | 28.000 € interne Zeit |
| Externer Angebotsschreiber für die Konzepte | 8 Angebote × 3.500 € Honorar + 8 × 20 Stunden intern × 70 € | 39.200 € |
| Software plus eigenes Team | 12 × angenommene Lizenz von 400 € + 8 × 25 Stunden intern × 70 € | 18.800 € |
Die Rechnung zeigt das Prinzip, nicht die Antwort. Entscheidend ist, wie viele interne Stunden pro Angebot tatsächlich wegfallen. Das lässt sich nur mit einem eigenen Test herausfinden, nicht mit einer Tabelle. Ein externer Berater kann sich trotzdem lohnen, etwa für ein großes, strategisches Verfahren oder wenn intern niemand Zeit hat, Entwürfe zu prüfen. Und wer nur ein Angebot im Jahr abgibt, fährt mit guter Planung oft günstiger als mit einem Abonnement.
So setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein:
- Angebote pro Jahr zählen, auch die, die Sie aus Zeitmangel nicht abgegeben haben.
- Stunden pro Angebot schätzen, getrennt nach Lesen und Entscheiden, Schreiben, Formblättern und Prüfen.
- Internen Stundensatz ansetzen, inklusive der Zeit von Geschäftsführung und Fachleuten.
- Einsparung testen, statt sie zu schätzen: ein Verfahren mit und ohne Software vergleichen.
Welche Kosten werden oft übersehen?
- Einführungszeit: Mehrere Wochen Onboarding binden Ihr Team, bevor das erste Angebot entsteht.
- Mindestlaufzeit: Ein Jahresvertrag lohnt sich nur, wenn das Werkzeug im Alltag genutzt wird.
- Zusatzkontingente: Weitere Nutzer, Suchprofile oder KI-Auswertungen kosten bei manchen Anbietern extra.
- Doppelte Werkzeuge: Ein Suchwerkzeug und ein Schreibwerkzeug mit überlappenden Funktionen.
- Nacharbeit: Ein generischer KI-Text, den Sie komplett umschreiben müssen, spart keine Stunden. Achten Sie auf Quellenangaben und Texte aus Ihren eigenen Unterlagen.
Wie passt TenderRender in diese Rechnung?
TenderRender ist eine KI-Software für Bieter, die öffentliche Ausschreibungen selbst schreiben. Der Preis wird auf Anfrage über eine Demo genannt; eine öffentliche Preisliste gibt es nicht. Dafür ist der Einstieg bewusst risikoarm: eine Woche kostenlos testen, Onboarding inklusive, monatlich kündbar und eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie auf der Preisseite.
Die Einführung ist kurz: Laden Sie drei bis vier frühere Angebote in die Bibliothek und investieren Sie eine halbe Stunde in das Brain mit den Kernfakten Ihres Unternehmens. Danach analysiert TenderRender die Vergabeunterlagen mit Quellenangabe zu Dokument und Seite für jede Anforderung, meist in 5 bis 15 Minuten. Die KI schreibt je Zuschlagskriterium aus Ihrem eigenen Material, füllt ausgewählte Word- und PDF-Formblätter mit dem aus, was sich belegen lässt, und bewertet Ihren Entwurf je Zuschlagskriterium mit Verbesserungspunkten. Das Ergebnis geht nach Word, auch in Ihre eigene Vorlage. Für die Suche gibt es Suchprofile mit E-Mail-Benachrichtigung und KI-Match-Score für Deutschland, die Niederlande und Belgien.
TenderRender ist ISO 27001-zertifiziert, speichert Daten in der EU und trainiert nicht mit Ihren Dokumenten.
Häufige Fragen
Was kostet Software für die Angebotserstellung bei Ausschreibungen?
Das hängt vom Anbieter und vom Umfang ab. Veröffentlichte Preise für Suchwerkzeuge beginnen bei 0 € (Basispläne von Vergabepilot und BidFix) und reichen bei Patterno von 89 € bis 2.249 € pro Monat bei jährlicher Zahlung. Altura und TenderRender nennen Preise auf Anfrage.
Ist Ausschreibungssoftware günstiger als ein externer Berater?
Oft, wenn Sie mehrere Angebote pro Jahr abgeben und Ihr Team selbst schreibt. Für ein einzelnes, strategisch wichtiges Verfahren kann ein Berater sinnvoll sein. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Stunden und Honoraren.
Warum nennen manche Anbieter keinen Preis?
Häufig hängt der Preis von Teamgröße, Nutzung und Einführungsumfang ab. Fragen Sie in der Demo nach Gesamtkosten im ersten Jahr inklusive Onboarding und Zusatzkontingenten.
Kann ich TenderRender vor dem Kauf testen?
Ja. Es gibt eine kostenlose Testwoche, das Onboarding ist inklusive, das Abonnement ist monatlich kündbar, und die Preisseite nennt eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie.
Worauf sollte ich beim Preisvergleich achten?
Auf Lizenzmodell, Mindestlaufzeit, Onboarding-Dauer, Zusatzkosten und vor allem darauf, wie viele interne Stunden pro Angebot wirklich wegfallen.
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